bildschirmfoto-2016-11-24-um-12-03-52Natur wirkt in Kräutern

Kräuter – die Essenz von Mutter Natur. Schon früh hat Sebastian Kneipp erkannt, dass gegen jede Krankheit ein Kraut gewachsen ist. Voller Engagement hat er das alte Wissen ausgegraben und in Tees, Salben, Tinkturen oder Badezusätzen umgesetzt, die er seinen Patienten äußerlich und teilweise innerlich verabreichte. Heute ist die Wirkung der Heilpflanzen wissenschaftlich erwiesen.


Gute alte Bekannte aus der Küche

Sozusagen aus der Apotheke der Natur. Pfarrer Kneipp hat früh erkannt, dass gegen fast alles ein Kraut gewachsen ist und von Kundigen erfolgreich angewendet werden kann. Die Kneipp-Behandlung mit pflanzlichen Heilmitteln kann vielfältig eingesetzt werden und ist durch ihre sanfte Wirkung
und die seltenen Nebenerscheinungen besonders auch für einen längerfristigen Einsatz geschaffen.

Die klassischste Zubereitung pflanzlicher Heilmittel kennt heute jedes Kind: Es ist der Tee. Die Heilpflanzen werden aber auch in Säften, Dragees, Tinkturen, Salben, als Sud, als Essenzen in Inhalationsnebeln, als ätherische Öle und zur Sättigung von Wickeln verwendet und zur Gesundheitsvorsorge, wie auch zur Heilung verschiedener Krankheiten eingesetzt.

Außerdem schlagen die Kräuter auch eine Brücke zur Ernährungs-Säule. Sie reichern nahrhafte Kost mit ihrem einzigartigen Geschmack zu einem wahren Zungen- und Gaumenfestival an.Ein besonderes Highlight in unseren Kneipp-Heil-bädern und -Kurorten sind daher die geführten Kräuter-wanderungen und leidenschaftlichen KochWorkshops mit den selbst gesammelten Kräutern.

Hier eine kleine Auswahl an Kneippschen Kräutern und Ihre Wirkung

Von der Birke
Von alters her gilt die Birke als heiliger Baum, der für die Fruchtbarkeitsfeste im Frühling die jungfräuliche Göttin symbolisiert. Selbst heute noch werden in den Dörfern am ersten Mai Maibäume aufgestellt und der Frühling gefeiert. Vermutlich liegt die Zuordnung der Birke als Jungfrau an der weißen Rinde, die bei jungen Birken sehr zart und seidig ist. In der Heilkunde werden die Blätter der Birke vor allem im Nieren-Blasen-Bereich und für Haut und Haare eingesetzt.

Über die Melisse
Diese Pflanze stammt ursprünglich aus Vorderasien und wurde im Mittelalter von Benediktinermönchen in europäischen Klostergärten eingeführt.In der Volksmedizin gilt die Melisse als Allheilmittel, dass bei allen möglichen Wehwehchen eingesetzt wurde. Heute erkennt die Schulmedizin die Melisse als besonders wirksame Pflanze bei Magen- und Darmbeschwerden, nervösen Einschlafstörungen und Appetitlosigkeit an.

Bis zum Tausendgüldenkraut
Als Verwandter des Enzians ist das Tausendgüldenkraut ebenso bitter. Daher fördert es auch die Verdauungstätigkeit und regt die Bildung der Verdauungssäfte an. Außerdem stärkt es das Immunsystem und hilft bei Kreislauf- und Nervenschwäche. Schon im alten Rom setzten Patrizier
und vornehme Stadtbewohner ihrem Badewasser Lavendelkraut zu, erfreuten sich an seinem Duft und genossen die entspannende und kreislaufstärkende Wirkung.

Heilpflanzliche Badezusätze à la Kneipp

  • wirken beruhigend: Baldrian, Hopfen, Melisse, Lavendel
  • sind gut für die Haut: Kamille, Kleie, Schafgarbe, Eichenrinde, Haferstroh
  • helfen gegen Meteorismus: Kümmel, Anis, Fenchel
  • für den Bewegungsapparat: Heublumen
  • und gegen Erkrankungen der Atemwege: Thymian, Eukalyptus, Koniferen, Kampfer
  • und wirken Kreislauf anregend: Rosmarin, Weißdorn