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Kräuter - die Essenz von Mutter Natur

Früh hat Sebastian Kneipp erkannt, dass gegen jede Krankheit ein Kraut gewachsen ist. Voller Engagement hat er das alte Wissen wieder ausgegraben und in Tees, Salben, Tinkturen oder Badezusätzen umgesetzt, die er seinen Patienten äußerlich und teilweise innerlich verabreichte. Heute ist die Wirkung der Heilpflanzen längst wissenschaftlich erwiesen.

Viele Pflanzen, die wir unwissentlich für Unkraut halten, besitzen geheime Heilkräfte. Und schmecken sogar lecker.


Schon immer waren Menschen von den Wunderkräften der Natur fasziniert und heilende Pflanzen wurden mit vielen Mythen und Sagen umwoben. Die Pflanzen- oder Kräuterheilkunde, wie sie früher genannt wurde, war über die Jahrtausende hinweg eine Erfahrungswissenschaft, das heißt Kräuter und andere Pflanzen wurden ausprobiert und dann an Kranken getestet. Dieses Wissen wurde von Generation zu Generation und von Volk zu Volk weitergegeben.


Im 19. Jahrhundert wurde die Kräuterheilkunde, zumindest in Europa, durch den Siegeszug der Naturwissenschaften immer mehr verdrängt. Statt der puren Natur waren nun chemisch-synthetisch hergestellte Arzneimittel, die sich in objektiven Experimenten überprüfen ließen, auf dem Vormarsch. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts setzte der Trend "zurück zur Natur" ein. Einer der bedeutendsten Vorkämpfer für die Pflanzenheilkunde war Sebastian Kneipp, der mit intensiver Leidenschaft längst vergessenes Kräuterwissen zurück gewann. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand dann der Begriff "Phytotherapie" (vom griechischen "phytos = Pflanze").


Die wichtigsten Heilkräuter sind für uns gute alte Bekannte aus der Küche. Sozusagen Wohlschmeckendes aus der Apotheke der Natur.


Die Phytotherapie nach Kneipp ist vielseitig einsetzbar und durch ihre sanfte Wirkung und den seltenen Nebenerscheinungen gerade für einen langfristigen Einsatz geschaffen. Die klassischste Zubereitung pflanzlicher Heilmittel kennt heute jedes Kind: Es ist der Tee. Die Heilpflanzen werden aber auch in Säften, Dragees, Tinkturen, Salben, als Sud, als Essenzen in Inhalationsnebeln, als ätherische Öle und zur Sättigung von Wickeln verwendet und zur Gesundheitsvorsorge, wie auch zur Heilung verschiedener Krankheiten eingesetzt. Außerdem schlagen die Kräuter auch eine Brücke zur Ernährungs-Säule. Sie reichern nahrhafte Kost mit ihrem einzigartigen Geschmack zu einem wahren Zungen- und Gaumenfestival an. Ein besonderes Highlight in unseren Kneipp-Heilbädern und -Kurorten sind daher die geführten Kräuterwanderungen und leidenschaftlichen Koch-Workshops mit den selbst gesammelten Kräutern.


Heilpflanzliche Badezusätze à la Kneipp:

  • wirken beruhigend: Baldrian, Hopfen, Melisse, Lavendel
  • sind gut für die Haut: Kamille, Kleie, Schafgarbe, Eichenrinde, Haferstroh
  • helfen gegen Meteorismus: Kümmel, Anis, Fenchel
  • für den Bewegungsapparat: Heublumen
  • gegen Erkrankungen der Atemwege: Thymian, Eukalyptus, Koniferen, Kampfer
  • wirken Kreislauf anregend: Rosmarin, Weißdorn


>> Säule 1: Innere Balance
>> Säule 3: Leben in Bewegung
>> Säule 4: Gesundheit und Genuss
>> Säule 5: Kraft des Wassers
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